Dialekt

HOAMAT – ist, wo man sich zu Hause fühlt. Wo man die Mentalität der Menschen versteht – und HOAMAT ist dort, wo man redet, wie man es als Kind gelernt hat. HOAMAT – ist, wo die Mundart/der Dialekt Normalität darstellt und als sehr persönliche Sprache fungiert, da man jede Gefühlsregung realitätsgetreu ausdrücken kann.

Was ist ein Dialekt?

Nach dem Brockhaus: „Eine örtlich bedingte Sprachform innerhalb einer Sprachgemeinschaft. Ein Dialekt ist meist Ortsgebunden, eine einheimische Sprache.

Die Dialekte („miteinander reden“) gehören zu den nicht standardisierten Sprachvarietäten, wie die Umgangssprachen und die Regionalsprachen.

Der Begriff „Dialekt“ wurde von Philipp von Zesen durch den Ausdruck Mundart eingedeutscht. Im Wesentlichen sind „Dialekt“ und „Mundart“ Synonyme.

Mundart als Zweitsprache?

Der Tiroler Dialekt

Die deutschen Dialekte in Tirol gehören zu den oberdeutschen Dialektgruppen Bairisch und Alemannisch.

Kennzeichnend für die Tiroler Dialekte ist die Aussprache „fescht“, „du bisch(t)“.

 

­ Unterscheidung von Schwach- und Starklauten, wie in „Dåch“ neben „Tåg“

­ Verkürzung der Vorsilbe „ge-“, wie in „gsungen“, „gspilt“

 

Das Tirolerische zeigt teilweise lexikalische Gemeinsamkeiten mit dem Alemannischen; so sagt man dort z. B. nicht „halten“ sondern „heben“. Statt des hochdeutschen Wortes „heben“ wird das Wort „lupfen“ verwendet.

Der Zillertaler Dialekt

Das Zillertal kennt einige Spracheigenheiten. Z. B. wird anstatt von "dann" das Wort "oft", ausgesprochen "åft", oder "åftang" benutzt. Zudem wird im Zillertal im Gegensatz zum umliegenden Inntal anstatt "senn", was "sind" bedeutet, "henn" verwendet.

Bsp.: "Oftan henn mia hoam gången." bedeutet "Dann sind wir nach Hause gegangen."

 

Darüber hinaus gibt es teilweise keinen Akkusativ: „I hon da gern.“ statt „I hon di geang.“ („Ich habe dich gern.“)